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Abi & Auto Ausbildungsprojekt |
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Die Automobilbranche in
Deutschland ist einer der innovativsten Wirtschaftsbereiche, welche das
Kfz-Handwerk vor die Herausforderung der Notwendigkeit stetiger Qualifizierung
mit sinkender Halbwertszeit des von den Fachkräften erworbenen Wissens stellt.
Computergesteuerte Netzwerke im
Automobil, entsprechend hochwertige und anspruchsvolle Diagnosetechnik, moderne
Antriebskonzepte und alternative Kraftstoffe gehören längst zum Alltag
deutscher Kfz-Betriebe. Mit anderen Worten: Das Kfz-Handwerk ist High-Tech. Um
allerdings in einem zunehmend härteren Wettbewerb auch in Zukunft zu bestehen,
braucht das Kfz-Gewerbe kluge Köpfe, die ihren Weg gehen und
verantwortungsvolle Tätigkeiten suchen.
Das Projekt schafft eine
attraktive und erstrebenswerte Karriereoption zu einem Hochschulstudium. Es
werden die schulischen Vorkenntnisse der Abiturienten genutzt, um in einer
verkürzten Ausbildungszeit den Berufsabschluss als Kfz-Mechatroniker / -in zu
erwerben. Zusätzlich qualifizieren sich die Teilnehmer innerhalb der dreijährigen
Projektphase zum / zur staatlich anerkannten Kfz-Servicetechniker / -in und
legen die Teilprüfungen III und IV der Meisterprüfung im Kfz-Technikerhandwerk
ab. Mit diesen Qualifikationen sind Nachwuchskräfte für vielfältige
Karrierewege im Kfz-Gewerbe bestens gerüstet.
Anderseits generiert „Abi und
Auto“ neue Rekrutierungsmöglichkeiten für Kfz-Betriebe, um geeigneten
Führungsnachwuchs für das Kfz-Handwerk zu begeistern. Die Notwendigkeit für die
verstärkte Aktivierung leistungsstarker junger Menschen für das Kfz-Handwerk
lässt sich vor allem an der zunehmend fehlenden Anzahl von
„Betriebsübernehmern“ ablesen.
Ziel des Projekts ist, Auszubildende mit Hochschulreife innerhalb einer verkürzten
Zeitspanne zur Meisterprüfung zu führen. Hierdurch sollen besonders
leistungsstarke Schulabgänger frühzeitig mit den Karrieremöglichkeiten, die das
Kfz-Handwerk bietet, vertraut gemacht werden.
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Eine
Projektphase dauert insgesamt 3 Jahre.
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Die
Projektteilnehmer durchlaufen eine auf 2 ½ Jahre verkürzte Ausbildung zum
Kfz-Mechatroniker (Verkürzung um 12 Monate).
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Voraussetzung
ist, dass der Auszubildende die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife
(Abitur / Fachabitur) besitzt, also i.d.R. Schulabgänger von Gymnasium oder
Fachoberschule (FOS) oder Berufsoberschule (BOS) ist.
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Ab
dem im dritten Ausbildungsjahr erwerben die Projektteilnehmer
ausbildungsbegleitend die notwendigen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen
Kenntnisse für den Teil III der Meisterprüfung.
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Nach
der Gesellenprüfung schließt sich die Vorbereitung zur Prüfung zum staatlich
anerkannten Kfz-Servicetechniker an. Bei erfolgreichem Prüfungsabschluss wird
diese Prüfung auf Antrag als Teil I (Fachpraxis) der Meisterprüfung angerechnet.
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In
den letzten sechs Monaten des Projekts absolvieren die Projektteilnehmer auch
Teil IV (Berufs- und Arbeitspädagogik) der Meisterprüfung.
Damit schließen die
Teilnehmer das Projekt als staatlich geprüfte Kfz-Servicetechniker ab. Dadurch
besteht in Verbindung mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfungen zu Teil III
und IV der Meisterprüfung die Möglichkeit, nach dem Projekt durch den Besuch
des Meisterkurses Teil II (Fachtheorie) auch noch den Meistertitel im
Kfz-Technikerhandwerk zu erwerben.
Berufsschulunterricht an der Berufsschule Landsberg / Lech
Der Berufsschulunterricht
wird in einer eigens eingerichteten Klasse für die Zielgruppe spezifisch
angepasst (z.B. entfallen allgemeinbildende Unterrichtsinhalte, die bereits
von der Regelschule vermittelt wurden). Projektpartner ist die Berufsschule
Landsberg am Lech, wo für die Teilnehmer der Berufsschulunterricht im
Blockmodell angeboten wird. An der Berufsschule ist eine kostengünstige
Internatsunterbringung der Schüler möglich.
Das
Kultusministerium unterstützt das Projekt „Abi & Auto“, indem es
Auszubildenden aus ganz Bayern ermöglicht, als Gastschüler Ihren spezifischen
Unterricht an der Berufsschule Landsberg am Lech zu erhalten. Es wird ein bayernweiter
Schulsprengel für die Projektklasse eingerichtet.
Eine
Projektteilnahme in Verbindung mit dem Berufsschulbesuch an der örtlich
zuständigen Berufsschule ist nicht möglich.
Ausbildungsbetriebe
Die Ausbildungsbetriebe schließen einen normalen
Ausbildungsvertrag zum Kfz-Mechatroniker mit einem (fach-)hochschulzugangsberechtigten
Bewerber, wobei die Ausbildungszeit im Ausbildungsvertrag gem. § 27a HwO um 12
Monate auf eine Gesamtausbildungszeit von 2,5 Jahren verkürzt wird.
Im Betrieb werden alle Inhalte des
Ausbildungsrahmenplans für „Kfz-Mechatroniker“ während der verkürzten
Ausbildungszeit vermittelt.
Für die Projektphase im Anschluss an die
Gesellenprüfung wird bereits zu Projektbeginn ein Qualifizierungsvertrag für
fünf Monate mit dem Ziel der Ablegung der Prüfung zum staatlich anerkannten Kfz-Servicetechniker
abgeschlossen. Die Qualifizierungsphase untergliedert sich in Praxisphasen im
Betrieb und Kursphasen im Bildungszentrum der Kfz-Innung München-Oberbayern.
Die Kursphasen finden jeweils Freitagnachmittag und Samstag statt und werden um
zwei kurze Vollzeitblöcke ergänzt.
Zeitplan
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01.09.2010 |
Projektbeginn |
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01.09.2010 –
28.02.2013 |
Ausbildung zum
Kfz-Mechatroniker (2,5 Jahre) |
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Winter 2011/2012 |
Gesellenprüfung
Teil I |
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01.09.2012 –
31.07.2013 |
Meisterkurs Teil
III |
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Winter 2012/2013 |
Gesellenprüfung
Teil II |
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01.03.2013 –
31.07.2013 |
Meisterkurs Teil
IV |
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01.03.2013 –
31.07.2013 |
Berufsbegleitende
Qualifizierung zum Kfz-Servicetechniker |
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Sommer 2013 |
Prüfungen
Kfz-Servicetechniker / Meisterkurs Teil III+IV |
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31.07.2013 |
Projektende |
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ggf. anschließend Teilnahme am Meisterkurs Teil II |
Fragen und Antworten
Fragen und Antworten zum Projekt finden Sie unserem
Infoflyer:
Infos zur Ausbildung
Kfz-Mechatroniker und zur Weiterbildung Kfz-Servcietechniker
Umfangreiche Informationen zu rund um die Aus- und
Weiterbildung im Kfz-Gewerbe findet man auf der Internetseite
(externer
Link)
Kosten
Für den Betrieb
ergeben sich während der Ausbildungszeit alle normalen ausbildungsrelevanten
Kosten, wie zum Beispiel: Registrierungsgebühr des Ausbildungsvertrags,
Ausbildungsvergütung, Kursgebühren für überbetriebliche Unterweisungen,
Gesellenprüfungsgebühren und ggf. Internatkosten für den Berufsschulunterricht
in Landsberg. Während der Qualifizierungsphase erhält der Projektteilnehmer
eine angemessene betriebliche Vergütung.
Für den Projektteilnehmer
entstehen folgende Kosten, die nach Absprache aber auch vom Betrieb übernommen
werden können:
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Kursgebühr Teil III + IV des
Meisterkurses |
1.330,00
€ |
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Kursgebühr Kfz-Servicetechniker |
1.070,00
€ |
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Prüfungsgebühren |
596,00
€ |
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Zuschuss der Kfz-Innung
München-Oberbayern |
500,00
€ |
Weitere Informationen
Kfz-Innung München-Oberbayern
Berufsbildungsreferent Johannes Lock
Tel. 089 / 143 62-144
Fax 089 / 143 62-139
lock@kfz-innung.by
Kfz-Betriebe, die Interesse an der
Teilnahme am Projekt „Abi & Ausbildung“ haben,
melden dies bitte mittels diesem Kontaktformular.
Stand 09.07.2009
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IMPRESSUM: Kfz-Innung München-Oberbayern - Körperschaft des
öffentlichen Rechts Gärtnerstr. 90
- 80992 München Telefon: 089 / 143 62-0 -
Telefax: 089 / 143 62-139
- info@kfz-innung-oberbayern.de |